Erdwäre Heizung - Geothermale Energie zum heizen
Was versteht man unter dem Begriff Erdwärme oder auch Geothermie?
Als Erdwärme wird grundsätzlich Wärmeenergie bezeichnet, welche sich in den äußern Schichten der Erdkruste befindet und somit mithilfe verschiedener Systeme gewonnen und für das Heizen von Wohnungen und Häusern, für die Kühlung industrieller Systeme oder für die Stromerzeugung verwendet werden kann. Da Erdwärme oder auch Geothermie genannt zu den sogenannten regenerativen Energien zählt, weist diese einen sehr hohen, ökologischen Wert auf.
Wie entsteht Erdwärme?
Die verwendbare Erdwärme entsteht zum einen durch verschiedene Zerfallprozesse in der Erdkruste, welche diese kontinuierlich erwärmen und oberflächennah durch die warme Sonneneinstrahlung und die Luft. Des Weiteren stammen bis zu 50 % der Wärmenergie in den äußeren Schichten der Erdkruste noch aus der Zeit der Erdentstehung und wurde aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit des Gesteins bis heute gespeichert.
Erdwärme wird mit Wärmepumpen gewonnen.
Für die Gewinnung der nutzbaren Erdwärme werden sogenannte Wärmepumpen eingesetzt. Grundsätzlich muss für die Erdwärmegewinnung mit einer Wärmepumpe eine Bohrung durchgeführt werden, da sich die Wärmeenergie nicht direkt auf der Oberfläche der Erdkruste befindet. Hierbei werden unterschiedliche Systeme eingesetzt wie beispielsweise spezielle Erdwärmekollektoren oder Erdwärmesonden. Der Unterschied liegt bei diesen beiden Systemen in der Tiefe, in welcher sie in der Erdkruste installiert werden. Wohingegen die Erdwärmekollektoren zumeist in Form von sogenannten „Heizschlangen“ relativ oberflächennah angebracht werden, muss für die Montage der Erdwärmesonden eine weitaus tiefere Bohrung durchgeführt werden, welche bis zu 100 m betragen können. Jedoch stellt die Wärmegewinnung mithilfe dieser Bohrungen die einfachste Methode für den Betrieb einer Erdwärmeheizung dar, da für die oberflächennahen Erdwärmekollektoren zumeist der gesamte Garten umgegraben werden muss.
